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| Umwelt, Fortschritt

FRANKLIN - Kein neuer Stadtteil ohne uns

Spatenstich in FRANKLIN

Ein Spatenstich muss sein

Das Wetter hätte besser sein dürfen, am Freitag, den 14. Januar, da fand nämlich der Spatenstich statt und der ist Tradition, wenn gebaut wird, vor allem bei Bauvorhaben dieser Größe und Notwendigkeit. Coronabedingt wurde auf die üblichen Feierlichkeiten verzichtet und die dazugehörige Pressekonferenz zum Baubeginn der neuen Stadtbahnstrecke mit den Vertreterinnen und Vertretern der Presse virtuell abgehalten.

Virtuelle Pressekonferenz zum Spatenstich in FRANKLIN

Zwei Kilometer, zweigleisig und zwei Jahre

Also etwa zwei Jahre Bauzeit werden benötigt, bis die zweigleisige und fast zwei Kilometer lange Strecke mit Wendeschleife realisiert ist. Zudem werden in dieser Zeit drei neue barrierefreie Haltestellen Funari, Franklin Mitte und Sullivan eingerichtet und der Haltepunkt Bensheimer Straße, von wo aus der Streckenarm nach FRANKLIN abzweigt, barrierefrei errichtet. Ende 2023 soll die neue Stadtbahnstrecke in Betrieb gehen.

Die Bauphasen umfassen vier große Schwerpunktabschnitte

Zu Beginn finden die Gleisarbeiten im Bereich der Robert-Funari-Straße und der Bau der Stadtbahnhaltestelle Franklinschule statt. Ab Frühling folgen die Arbeiten entlang der Thomas-Jefferson-Straße. Hier entsteht die Haltestelle Franklin-Mitte. Ab Herbst wird die Wendeschleife im Bereich des Sullivan-Rings sowie die neue Endhaltestelle Sullivan hergestellt. Ab Sommer 2022 wird die Abzweigung von der Eisenbahnstrecke der Linie 5 sowie der Umbau und barrierefreie Ausbau des Haltepunkts Bensheimer Straße durchgeführt. Abschließend werden Arbeiten an der Fahrstromanlage, der Signaltechnik und weiteren Gewerken durchgeführt. Bis Ende 2023 soll die gut 1,8 Kilometer lange Stadtbahnstrecke dann in Betrieb gehen.

Wenn dann alles fertig ist

Die geplante Stadtbahnverbindung durch FRANKLIN soll nach ihrer Fertigstellung im 20-Minuten-Takt über die Umsteigemöglichkeit am Bahnhof Bensheimer Straße in die Stadtmitte führen. Die Erweiterung des Bahnhofs Käfertal in diesem Zusammenhang ermöglicht dann auch eine umsteigefreie Verbindung. Die ab 2023 als Pendelzug verkehrende Stadtbahn verbindet die Haltestellen Bensheimer Straße und Sullivan mit einer Fahrzeit von etwa drei Minuten.

Mobilität heute

…heißt jedoch nicht einfach nur noch Bus oder Bahn. Gerade FRANKLIN ist ein beeindruckendes Beispiel für Multimodalität und Nachhaltigkeit vor allem im Hinblick auf die Verkehrswende: Ergänzung des ÖPNV durch innovative, emissionsarme Mobilitätsangebote der Sharing-Ökonomie (Leihfahrrad- und Leihautosystem) und des autonomen Fahrens – bei dem die rnv ebenfalls Projektpartner ist - sowie durch attraktive Mobilitätsdienstleistungen (z.B. Mobilitäts-App, Mobilitätszentrale), um einen niedrigschwelligen Einstieg in eine multimodale Art der Fortbewegung zu ermöglichen. 

Infobox

FRANKLIN: ehemals größte US-Wohnsiedlung, bestehend aus Benjamin Franklin Village, Funari Barracks und Sullivan Barracks. Mit FRANKLIN entsteht zwischen 2015 und 2025 ein eigener Stadtteil für circa 9.000 Menschen. Außerdem eine umfassende Infrastruktur, unverwechselbare Architektur und 50 Hektar Parkanlage. Die Gesamtfläche umfasst dabei circa 144 Hektar, was der Größe der Innenstadt Mannheims entspricht.

Weitere Informationen zum neuen Mannheimer Stadtquartier finden sich auch unter: www.franklin-mannheim.de

Weitere Infos zur Baumaßnahme sind auf der Projektwebseite des Konversionsnetz Mannheim zu finden, dem Maßnahmenbündel unter dessen Dach die Stadtbahnanbindung nach FRANKLIN realisiert wird.


Kommentare

20. Januar 2022

Benjamin Richter

Die Bahnsteigbreite an den genannten Haltestellen in der Neckarauer Straße ist leider nicht ausreichend, um dort neue Sitzgelegenheiten zu errichten. Die bisherigen Sitzgelegenheiten hatten wohl noch Bestandsschutz. Die Auflassung der Haltestellen Reichskanzler-Müller-Straße und Lettestraße ist eine Entscheidung, die bei der Vergabe des Linienbündels Schwetzingen vom Aufgabenträger getroffen wurde. Ich persönlich stimme Ihnen zu, dass das nicht fahrgastfreundlich ist. Die Haltestellenschilder müssen bleiben, es sind weiterhin Haltestellen im Sinne der Straßenverkehrsordnung, auch wenn dort planmäßig keine Abfahrten erfolgen. Sie könnten jederzeit gebraucht werden (z.B. bei einem kurzfristigen Ersatzverkehr).

20. Januar 2022

Gerd Hübner

Schön dass in Teilen des rnv-Gebiets erhebliche Verbesserungen des Angebots geplant sind, über die ausführlich berichtet wird. Nur schade dass anderen Stellen ohne Not das Angebot verschlechtert wird, und das natürlich heimlich, still und leise. So wurden im Rahmen der Gleiserneuerung in der Neckarauer Straße die Sitzgelegenheiten an den Haltestellen entfernt, was die Wartezeiten gerade für ältere Menschen nicht unbedingt angenehmer macht. Dazu passt, dass parallel dazu der BRN ebenso heimlich die Haltestellen Lettestraße und Reichskanzler-Müller-Straße aufgelöst hat, was selbstverständlich nicht in der Verantwortung der rnv liegt. Selbst an den Haltestellen selbst hat man sich darauf beschränkt, die Fahrpläne zu entfernen. Es fehlt jeglicher Hinweis, dass die Haltestellen aufgelöst sind.

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