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Graffiti - Kunst oder Schmiererei?

Veröffentlicht von Gastautorin

Dieser Beitrag wurde von Vivica Bullert (rnv-Auszubildende zur Industriekauffrau) erstellt und redaktionell bearbeitet vom rnv-Blog-Team.

Vandalismus und seine Gründe

Ja, als beauftragte Dienstleistung an einem Bauwerk mag das Graffiti wirklich in all seiner Form zur Bewunderung aufrufen, doch Hausbesitzern fällt es schwer ungewollte Schmierereien als blassen Abklatsch des Graffitis am eigenen Gebäude ausgestellt zu sehen, denn sie bleiben doch schlussendlich selbst auf den Reinigungskosten sitzen.

Wir bei der rnv können darauf nur einstimmig unseren Kopf schütteln und erneut aufstöhnen: Vandalismus - der Schrecken einer jeden Verkehrsgesellschaft. Aktive Vorantreiber dieser Art von Vandalismus sind oftmals Jugendliche. Wiederholt steht hierbei nicht die Liebe zur Kunst im Vordergrund, sondern das Auslassen von Frust: Schmiererei zum Dampf ablassen. Also haben wir uns entschlossen, den Spieß umzudrehen und mithilfe der Bereitstellung von Wänden zum Besprühen einen Weg zur Bekämpfung des Vandalismus zu bieten.

Gemeinsame Aktion gegen Schmierereien

Unter Einbindung der rnv und die Kooperation mit der Stadt Mannheim sowie des Graffiti-Art-Workshops fand eine Aufwertung der Unterführung des Kompaktbahnhofs Rheinau statt. Die Schüler durften sich unter Anleitung des Graffitikünstlers Phillip Himmel an den Wänden austoben. Das Ergebnis ist wirklich bewundernswert: Mithilfe heller Farbtöne wie z.B. mit pastellfarbenem Türkis, leichtem Grau sowie einem kräftigem Orange wird der Schriftzug "Rheinau" dargestellt.

Eine Sache der Ehre

Der ein oder andere Leser fragt sich jetzt bestimmt, warum bei solchen Gestaltungsprojekten meist zu Graffiti gegriffen wird. Nun, an dieser Stelle ein Lob an den Ehrencodex der Graffitiwelt. Denn dieser untersagt das "Covern", also das Übermalen von bereits vorhandenen Bildern. Und bietet somit ein simples Gegenmittel zur Einschränkung des Vandalismus.

Da wir bislang sehr viel positive Kritik zur Aufwertung der Unterführung bekommen haben, ist es einer Überlegung wert, sich mal anderen Unterführungen zu widmen.

Video

Infobox

Hintergrund: Kompaktbahnhof Rheinau

Der Umbau des S-Bahn Haltepunkts und der Straßenbahnendstelle führt zu einem Verbindungsknoten – dem Kompaktbahnhof Rheinau. Die Bauphasen wurden zeitlich aufeinander abgestimmt, damit nach Beendigung der Baustelle die Fahrgäste barrierefrei und einfach zwischen S-Bahn und Stadtbahn wechseln können. Zudem wurden Parkplätze für das neue Park + Ride-Angebot und Fahrradstellplätze eingeplant.


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