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| Umwelt, Technik

Was schnurrt denn da durch Heidelberg?

Erste Elektrobuslinie im Rhein-Neckar-Dreieck

Seit über 100 Jahren bedienen unsere Stadtbahnen den Nahverkehr in der Region elektrisch. Jetzt gilt es, das Gleiche für den Bus zu gestalten. Die neuen eCitaros werden unserem Omnibusverkehr ein völlig neues Gesicht geben und in unserem Verkehrsgebiet sprichwörtlich für bessere Luft sorgen. Aber auch die Ohren profitieren von deutlich weniger Geräuschsemissionen.

Am Montag, 28. Januar 2019, war es endlich soweit. Nicht ganz pünktlich, aber früh am Morgen, nahmen wir die erste vollelektrische Buslinie in Heidelberg in Betrieb. Als Linie 20 verkehren die E-Busse künftig zwischen Heidelberg-Hauptbahnhof und der Altstadt und ersetzen damit die bisherige Linie 33E unverändert im 20-Minutentakt. Das heißt: Unsere Kunden können zukünftig mit einem besonders grünen Gewissen quer durch die Innenstadt schnurren.

Auf der rund vier Kilometer langen Linie mit 12 Haltestellen sind zwischen 9 und 22 Uhr künftig immer zwei eCitaros unterwegs. Dafür stehen auf dem Heidelberger Betriebshof künftig drei neue Busse des Typs eCitaro zum stolzen Stückpreis von rund 500.000 Euro im Fuhrpark bereit.

Vorgabe der neuen E-Busse ist das Erreichen einer täglichen Laufleistung von 200 km und mehr je Fahrzeug, was durch einen schnellen Ladevorgang als Zwischenladungen in den Betriebspausen erreicht werden kann. Mit seiner Ladetechnik passt sich so der eCitaro den Gegebenheiten der rnv an. Hierfür kommt in den Betriebspausen jeweils der dritte eCitaro zum Einsatz, ansonsten wären die Anforderungen nicht leistbar.

Mannheims „E-Linien“ führen voraussichtlich ab Mai zum Käfertaler Bahnhof über die Wasserwerkstraße bis ins Stadtquartier Franklin, einem neu gestalteten Stadtteil auf den ehemaligen Wohnflächen der US‑Streitkräfte. Die andere E-Linie führt vom Platz der Freundschaft zum neuen Gewerbegebiet Taylor, ebenfalls ein Konversionsgebiet der US‑Streitkräfte.

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Ist das die Technologie der Zukunft, wird nun alles elektrisch?

Das wird man sehen, es kommt darauf an was die nächsten Jahre bringen werden. Aber heute kann man sicher noch nicht sagen, was der Antrieb der Zukunft sein wird. Alternative Antriebe wie die mit Wasserstoff werden wohl auch Einfluss haben. Aber wir sind damit auf dem richtigen Weg für einen noch ökologischeren nachhaltigeren Nahverkehr.


Kommentare

05. Februar 2019

Renger, G.

Leider fährt der Bus erst ab 9 Uhr ab Hauptbahnhof. Das ist der Hauptandrang durch. Es würde erhebliche Erleichterung bringen, wenn der Bus schon ab 7 Uhr fahren würde. Es gibt nämlich in der Altstadt nicht nur Studenten, sondern auch viele Schüler und viele Arbeitnehmer, die nicht erst um 9 oder 10 anfangen zu arbeiten. Ich würde mir wünschen, die Verantwortlichen würden morgens in der Zeit ab 7.30 Uhr mal in der Linie 33 zu fahren, Gedränge ohne Ende. Man kommt manchmal fast nicht in den Bus.

04. Februar 2019

Thomas

Bin mal gespannt, wann auch dieses Projekt sang- und klanglos eingestampft wird, so wie es in Mannheim mit Primove der Fall war. Hauptsache mal wieder eine "grüne" Schlagzeile produziert.

01. Februar 2019

Max Epple

gut

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